Obdachlose – Überleben im Winter

von Joana Daniels und Greta Wietzke

Obdachlose – jeder kennt sie aus unserem Stadtbild – sie liegen auf ausgefalteten Kartons, versuchen mit Decken gegen die klirrende Kälte anzukommen und sich zumindest etwas aufzuwärmen und doch hört man regelmäßig von tragischen Todesfällen.

Wie überleben sie eigentlich den Winter?

Sozialverbände schätzen, dass mehr als eine halbe Millionen Menschen in Deutschland obdachlos sind. Laut mehrerer Quellen steigt die Zahl der Obdachlosen unentwegt. Aber was genau bedeutet eigentlich OBDACHLOS? 

Das Wort „Obdach“ an sich bezeichnet eine Unterkunft, die vor Unwettern schützt und die lebensnotwendige Bedürfnisse erfüllt: Kurz gesagt, ein Dach über dem Kopf. Doch ‚obdachlos sein‘ bedeutet nicht gleich wohnungslos zu sein, denn dies bedeutet wiederum, dass Menschen zwar keinen richtigen Mietvertrag haben, aber zum Beispiel bei Freunden oder Verwandten übernachten, beziehungsweise dort leben.

‚Obdachlos sein‘ wird auch gerne „Platte machen“ genannt. Andere abfällige Begriffe für Obdachlose sind auch: Penner, Sandler oder Bettler.  

 

Obdachloser beim Betteln
Wie wird man überhaupt obdachlos?

Die ganze Zeit sprechen wir nur vom ‚obdachlos sein‘, doch wie kommt es eigentlich dazu? Viele Menschen ereilt das Schicksal, dass sie schwer krank werden oder in Schulden geraten, was dann zum Jobverlust führen kann. Auch durch Verlust oder Scheidung von geliebten Menschen geraten viele in eine Spirale, die dann oft in der Obdachlosigkeit endet. Doch das kann auch an hohem Alkoholkonsum – etwa durch Traurigkeit und Frustration oder an darauffolgenden Depressionen – liegen. Dabei stellen sich die Menschen oft tot, liegen im Bett und haben keine Motivation mehr. Durchs Nichtstun verliert man ebenfalls die Arbeit und gerät letztendlich in die Schulden, die das ‚obdachlos sein‘ zur Folge haben können.

Wie genau schützen sich Obdachlose vor der Kälte im Winter?   

Viele Obdachlose suchen in dieser kalten Jahreszeit häufig Schutz in Fast-food-Restaurants oder auch an Bahnhöfen und Bankfilialen, wobei sie dort eher unerwünscht sind. Viele stehen auch mit Unternehmen in Kontakt, wo sie dann übernachten. Es gibt aber auch Notschlafstellen für Obdachlose, jedoch sind diese eher unbeliebt, da sie oftmals verdreckt sind und keine Privatsphäre bieten. Doch nicht nur das, auch geklaut wird dort oft. Geklaut wird aber nicht nur in den eben genannten Einrichtungen, sondern auch auf der Straße.

Und wie sieht es an Weihnachten aus?

Laut der Süddeutschen Zeitung verbringen viele Obdachlose ihre Feiertage in der Kirche und sind bei mehreren Gottesdiensten anwesend. Dort fühlen sie sich als Mensch und nicht als Obdachloser. 

Wie kann man ihnen helfen?

Kleider oder Essensspenden sind eigentlich das Beste, was man machen kann. So etwas wird immer dankend angenommen. Wenn man jedoch aktiv helfen möchte, sollte man sich auch dazu überwinden können, die Obdachlosen anzusprechen und zu fragen, ob Hilfe benötigt oder erwünscht wird. Falls die Situation bedrohlich erscheint, kann man auch eine Hilfsorganisation informieren und in schlimmen Fällen wird jedenfalls empfohlen, einen Rettungswagen anzufordern.

Ein nachdenkliches Lied über das Thema gibt es übrigens von Ralph McTell – achtet mal auf den Text:

 

Ein Kommentar zu „Obdachlose – Überleben im Winter

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