Die drei kuriosesten Verschwendungen von Steuergeldern

von Luca Nordmann

„Teure Aussicht in Nordhessen“

Also: Für alle, die nicht wissen, was Steuergeld-Verschwendungen sind, hier eine kleine Erklärung:

Jeder Mensch, der in Deutschland arbeiten geht, zahlt relativ viel von seinem Lohn an den Staat. Das sind die sogenannten Steuern, die für den Bau von Straßen, Schulen oder Ähnliches ausgegeben werden. Manche werden aber auch für Unsinniges verschwendet und unnötig für Sachen ausgegeben, die man dort nicht benötigt.

Als Beispiel nehmen wir mal Brücken ohne Anschluss an eine Straße oder Fußgängerweg:

Turmbauten zu Jesberg mit Hiobsbotschaften

Jesberg im Bundesland Hessen, im Jahr 2004 wurde auf dem hohen Wüstengarten-Berg der 675m hohe Kellerwald-Turm eröffnet.

Die Aussichtsplattform soll den Besuchern einen guten Ausblick über große Teile Nordhessens bieten. Das Highlight wurde vom Zweckverband Naturpark Kellerwald-Edersee in Auftrag gegeben und vom Bundesland Hessen finanziert.

Die groben Baukosten betrugen alleine 165.000 Euro – natürlich Steuergelder. Im Herbst 2006 zeigten sich aber schon deutliche Risse an der Holzkonstruktion, doch anstatt die Risse zu beheben, begann ein kostspieliger Rechtsstreit über die Frage, ob die Baufirma des Aussichts-Turmes den Schaden ersetzen muss.

Alleine die Kosten für die Begutachter usw. haben sagenhafte 30.000 Euro gekostet. Ende Oktober 2015 wurde die Anklage vom Zweckverband zurückgezogen und so blieb es erstmal bei dem kaputten Aussichtsturm. Erst wurde der Turm dann gesperrt, dann aber wieder für lediglich 15 Personen freigegeben, da die Last der maximalen Personenzahl zu gefährlich gewesen wäre.

Durch den Mangel wurde diskutiert, ob der Kellerwald-Turm saniert oder neugebaut werden sollte. Schließlich kam der Deutsche Wetterdienst (kurz DWD)  und deren Wetter-Radarturm, der 40 km Luftlinie entfernt lag ins Spiel. Der DWD ließ den Kellerwald-Turm abreißen, dafür aber ließen sie ein Wetterradar mit  Aussichts-Plattform bauen.

Nun will der Wetterdienst 2022 oder 2023 für rund 3 Millionen Euro in den Kellerwald ziehen. Auf dem Wüstengarten soll ein neuer Radarturm für 2,36 Millionen Euro samt einer Aussichtsplattform für 447.500 Euro entstehen, die für zehn Personen gleichzeitig ist. Die Betriebskosten soll der Kellerwalder Bund übernehmen.

Quelle https://www.schwarzbuch.de/

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